Verblistern - Welche Vorteile bringt es in Pflegeheimen?
Die Arbeit in Pflegeheimen ist geprägt von einer hohen Arbeitsdichte und großer Verantwortung für die Patienten. Leider gibt es viele Aufgaben, die nicht eigentlich pflegerische Arbeit am Patienten sind, die jedoch qualifiziertes Personal binden. Ein wesentlicher Faktor ist hier die Medikamentenvergabe.
Mit der patientenindividuellen Neuverpackung von Arzneimitteln durch eine Apotheke oder eine eigens darauf spezialisierte Fachkraft kann das Pflegepersonal von dieser Aufgabe entlastet werden und dadurch Zeit für den Patienten gewinnen.
Durch die Verblisterung wird die Medikation der Patienten zu einem Standardprozess gemacht. Dessen Einführung verursacht zunächst Kosten, die sich jedoch bald lohnen, da eine Qualitätsverbesserung in der Pflege erreicht werden kann.
Insbesondere Pflegeketten können durch die Standardisierung der Medikation Geld einsparen, da hier eine Logistik im größeren Stil möglich ist.
Wer soll für das Pflegeheim verblistern?
Je nachdem, ob das Pflegeheim die Verblisterung selbst durchführt oder durch einen Apotheker Ihres Vertrauens durchführen lässt, sind diese Prozesse unterschiedlich. Erforderlich ist in jedem Fall eine gut funktionierende Software, in die stets die aktuellen Patientendaten eingetragen werden, evtl. auch gekoppelt mit der Software des Arztes, so dass auf Medikationsänderungen sofort reagiert werden kann. sananet hilft Ihnen gerne dabei, den für Sie günstigsten Prozess herauszuarbeiten und zu etablieren.
Die meisten Pflegeheime entscheiden sich für die Zusammenarbeit mit einer Apotheke. Das hat den Vorteil, dass die Verblisterung von pharmazeutisch ausgebildeten Fachkräften durchgeführt wird und die Verantwortung auch beim Apotheker liegt, was die eigenen Kräfte wiederum von nicht-pflegerischen Aufgaben entlastet.
Welches System eignet sich am besten zur patientenindividuellen Verpackung von Medikamenten?
Die meisten Pflegeheime, die Arzneimittel ihrer Patienten individuell verblistern lassen, bevorzugen zur Zeit das Multi-dose-Verfahren. Dabei werden alle Medikamente für einen Patienten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt eingenommen werden müssen, in eine Verpackungseinheit des Wochenblisters für diesen Patienten eingeschweißt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass pro Patient und Woche nur ein Blister angefertigt werden muss, was übersichtlich und platzsparend ist.
Der Nachteil ist eine geringere Flexibilität. Wird vom Arzt beispielsweise eine Medikamentenänderung oder Dosiserhöhung verordnet, muss im Prinzip der gesamte Wochenblister verworfen werden. Multi-dose-Verpackungen eignen sich also eher für Patienten, die auf ihre Medikamente langfristig gut eingestellt sind.
Flexibler, aber auch mit etwas größerem Platzbedarf sind Unit-dose-Verpackungen. Hier wird für jedes einzelne Medikament ein Blister angefertigt, so dass pro Patient ggf. mehrere Blister existieren. Auf Änderungen in der Medikation kann hier wesentlich flexibler reagiert werden.
Ein noch ungelöstes Problem ist die Abfallbeseitigung, da die individuellen Blisterverpackungen natürlich materialaufwendiger sind als herkömmliche Arzneimittelverpackungen. Hier gilt es, im Zweifel mit der beauftragten Apotheke eine zufriedenstellende Lösung zu finden.
Sprechen Sie mit Herrn Stolzke unter 0451/4008301 oder senden Sie eine Email.
|